Prostatakrebsvorsorge

Zu den häufigsten Fragestellungen bei Verdacht auf Prostatakrebs gehören das frühe Erkennen eines Tumors, seiner Charakteristika und sein Ausbreitungsgrad. Die genaueste Methode für das Auffinden des Prostatakrebses ist die multiparametrische Magnetresonanztomographie (mpMRT).

Sie kann dem Urologen den aggressivsten Tumorherd darstellen oder auch ausschließen.

 

Das mpMRT- Das neue bildgebende Verfahren in der Prostatadiagnostik

Technisch greifen wir auf ein neuartiges und evidenzbasiertes, aber vor allem sehr genaues bildgebendes Verfahren zur Unterscheidung von aggressiven und nicht-aggressiven Tumorherden und deren Charakterisierung zurück: Die mpMRT. Dabei werden neben den herkömmlichen Untersuchungssequenzen spezielle Analysen durchgeführt, die die Tumorbiologie des Herdes betreffen. Die mpMRT ergänzt damit die Diagnostik des Urologen bei Verdacht auf Prostatakrebs. Dies ist für Sie als Patient von großem Vorteil, um den aggressivsten Krebsherd gemeinsam mit ihrem Urologen identifizieren oder einen nicht-aggressiven Tumor ausschließen zu können. Darüber hinaus ist die Untersuchung im MRT vollkommen strahlungsfrei.

Folgende Vorteile auf einen Blick:

  • Die mpMRT erkennt mit über 90% aggressive Tumoren. Damit ist die mpMRT im Vergleich zu den Methoden in der Regelversorgung (Tastuntersuchung, PSA, Ultraschall etc.) deutlich überlegen.
  • Patientenorientierung: Das Planen und Entscheiden aller notwendigen Maßnahmen werden mit dem Patienten abgestimmt – seine Bedürfnisse stehen dabei im Vordergrund.
  • Standardisierter Befund nach Pi-RADS: Ein strukturiertes Befundungsschema das den aggressivsten Tumorherd grafisch in der Prostata abbildet. Auf einer Skala von 1-5 wird die Wahrscheinlichkeit für einen Prostatakrebs dargestellt.
  • Zusammenarbeit mit (Ihrem) Urologen. Mit dem oben genannten Vorgehen erhält Ihr Urologe wichtige Zusatzinformationen vor der Gewebeentnahme, was Sie oftmals vor wiederholten Gewebeentnahmen schützen kann.

Ihr Vorteil bei der Therapiewahl der aktiven Überwachung

Die Gefahr einer Übertherapie klinisch nicht relevanter Tumoren (wenig aggressiver Tumoren) kann reduziert werden, indem auf eine Operation verzichtet und der Tumor stattdessen aktiv beobachtet wird (Active Surveillance). Dazu ist die mpMRT aufgrund ihrer hohen Genauigkeit eine sehr geeignete Methode.

Ablauf der schmerzfreien mpMRT

Die mpMRT-Untersuchung dauert ca. 30 Minuten. Sie liegen während der Untersuchung bequem in Rückenlage. Für die Untersuchung der Prostata wird dem Patienten während der Untersuchung ein gängiges MRT-Kontrastmittel verabreicht, das in der Regel sehr

Kosten

Leider übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten nach derzeitiger Rechtslage in der Regel nicht. Gesetzlich versicherten Patienten bieten wir die Untersuchung als Wunschleistung (als Privatrechnung) an.

Die privaten Krankenversicherungen übernehmen die Kosten in aller Regel. Dennoch empfiehlt es sich dies zuvor mit der jeweiligen privaten Krankenversicherung zu klären.